#64; 112 x 250 cm; Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium); 2008; Sammlung Defet, Neues Museum Nürnberg; Foto: Annette Kradisch

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#42 "Gravitonentheorie-P" 2005; 248 x 375 cm (98" x 148"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#42 "Gravitonentheorie-P"; detail; 2005; 248 x 375 cm (98" x 148"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#19 „Korpuskulartheorie-P“; 2004; 248 x 625 cm (98 " x 247"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#1 „Korpuskularmotiv“; 2001/2002; 204 x 363 cm (81" x 144"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#41; 2005; 65 x 248 cm (26" x 98"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#51; 2006; 91 x 375 cm (36" x 148"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#35; 2005; 65 x 248 cm (26" x 98"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium); Privatsammlung

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#58; 2007; 65 x 248 cm (26" x 98"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#54;"Luft für KfW"; 2007; 200 x 550 cm (79" x 217"); Puzzles auf Aluminium (Puzzle on aluminium); KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main

Kontext
Kunsträume
"Gerhard Mayer Luft für die KfW"
Gerhard Mayers Puzzlebild in der Arkadenhalle des Frankfurter Haupthauses der KfW ist monumental. Aus fast 200 000 Einzelteilen bestehend, erkennt man in der reliefartig bewegten Komposition einen bunt – dramatisch dräuenden Wolkenhimmel. Die Bildelemente, also die in vielen Schichten auf einen Unterbau geklebten Einzelteile stammen aus verschiedenen Puzzlespielen. Es gibt aber auch mehr oder weniger große Flächen, bei denen die Puzzleteile mit ihren Zapfen und Ösen noch im Originalzusammenhang verbunden sind. In den seltensten Fällen zeigen die Fragmente dabei so etwas wie Wolken. Für Mayers Himmel waren eher unscharfe, quasi wolkige Bildteile nötig. So entwickeln sich die Wolken in der  Riesencollage zum Beispiel aus Katzenfell, Wasser, Stoffen oder einer Stadtansicht bei Nacht. Der ursprüngliche Zusammenhang ist für den Künstler nicht mehr wichtig, nur die formalen Kriterien bestimmen Mayers Auswahl. Die heile Welt der Puzzles mit ihren gefälligen bis süßen Bildmotiven geht unter, um im wahrsten Sinne, gebrochen‚ wieder aufzutauchen. Vom ursprünglichen Eindruck des Puzzlespiels, nämlich der Herstellung einer Welt, in der alles seinen Platz hat, alles zusammenpasst und alles in einem schönen Bild aufgeht, bleibt in einem reliefartigen Gedränge der Teilchen wenig übrig. Mayers Wolkenhimmel besteht sowohl der Form wie dem Material nach im Grunde aus lauter Elementen, die für sich genommen mit der Anmutung eines Wolkenhimmels überhaupt nichts zu tun haben. Sein Bild verwandelt die realistischen Farbmotive des Puzzles, in abstrahierende Zeichen, so wie auch eine naturalistische Zeichnung in ihrem Bemühen um Nachahmung abstrakte Mittel einsetzten muss – Striche, Linien, Schraffuren -, um ein Abbild der Natur hervorzubringen. Aber in einer Zeichnung werden die Elemente zu ihrer Verfertigung in der Regel nicht eigens thematisiert.
Anders bei Mayer. Das disparate der Einzelteile, das schon im Fugenschnitt ostentativ sichtbar wird, sowie die Kombination der Motivfragmente lassen auch beim fertigen Wolkenhimmel die Teilchenstruktur in der Wahrnehmung des Bildes deutlich bestehen. Dadurch wird der mit Teilchen gefüllte Luftraum des Wolkenmotivs selbst zum Thema.
Der These, dass Luft und Wolken – wie alle Materie – aus Elementarteilchen bestehen, werden deshalb nicht nur Physiker zustimmen, sondern eben auch diejenigen, die Puzzles lieben. Die Beziehung zwischen der Welt der Puzzles und der Welt der Physik ist dabei durchaus nicht soweit hergeholt, wie es scheinen mag. Natürlich sind die Dimensionen andere. So betrachten Teilchenphysiker Elemente subatomarer Größenordnung. Neben Protonen, Neutronen und Elektronen, also den seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannten Teilen des Atoms, hat man inzwischen eine ganze Reihe weiterer Teile gefunden mit Namen wie Quarks, Leptomen, Mionen, Pionen oder Kaonen. Die Erkenntnis, dass unsere Welt aus lauter kleinen Teilchen zusammengesetzt ist, macht sich Mayer auch für seine Puzzlespiele zunutze. Das Puzzle ermöglicht als visuelle Metapher die Darstellung eines Weltbildes, das sonst nur mathematisch beschrieben werden könnte. Natürlich sind Elementarteilchen von der Größe eines Bruchteils des Atoms nicht mehr sichtbar. Aber ist nicht jedes Weltbild ein Vorstellungsbild, seitdem die alten Griechen sich die Erde als Scheibe dachten? „ die Vorstellung „ so Mayer, „ dass alle Materie, so fest und undurchdringlich sie uns erscheinen mag, eigentlich ein loses Gitter ist, das permanent von kleinsten Teilchen durchdrungen wird und mit anderen Elementen in Verbindung steht, finde ich äußerst anregend.“ In seiner Puzzlecollage hat Mayer dieser Ansicht Anschaulichkeit verliehen.
So könnte man das Luftmeer, auf dessen Grund wir Menschen leben, als eine Sphäre von molekularen, atomaren und subatomaren Teilchen begreifen, ähnlich der See, deren Wasser der Vorstellung eines mit Materie gefüllten Raums sogar noch näher steht als der vergleichsweise feinstoffliche Äther.  
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#54 „Luft für KfW“; 2007; 200 x 550 cm (79" x 217"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium); KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main

Kontext
Kunsträume
"Gerhard Mayer Luft für die KfW"
Gerhard Mayers Puzzlebild in der Arkadenhalle des Frankfurter Haupthauses der KfW ist monumental. Aus fast 200 000 Einzelteilen bestehend, erkennt man in der reliefartig bewegten Komposition einen bunt – dramatisch dräuenden Wolkenhimmel. Die Bildelemente, also die in vielen Schichten auf einen Unterbau geklebten Einzelteile stammen aus verschiedenen Puzzlespielen. Es gibt aber auch mehr oder weniger große Flächen, bei denen die Puzzleteile mit ihren Zapfen und Ösen noch im Originalzusammenhang verbunden sind. In den seltensten Fällen zeigen die Fragmente dabei so etwas wie Wolken. Für Mayers Himmel waren eher unscharfe, quasi wolkige Bildteile nötig. So entwickeln sich die Wolken in der  Riesencollage zum Beispiel aus Katzenfell, Wasser, Stoffen oder einer Stadtansicht bei Nacht. Der ursprüngliche Zusammenhang ist für den Künstler nicht mehr wichtig, nur die formalen Kriterien bestimmen Mayers Auswahl. Die heile Welt der Puzzles mit ihren gefälligen bis süßen Bildmotiven geht unter, um im wahrsten Sinne, gebrochen‚ wieder aufzutauchen. Vom ursprünglichen Eindruck des Puzzlespiels, nämlich der Herstellung einer Welt, in der alles seinen Platz hat, alles zusammenpasst und alles in einem schönen Bild aufgeht, bleibt in einem reliefartigen Gedränge der Teilchen wenig übrig. Mayers Wolkenhimmel besteht sowohl der Form wie dem Material nach im Grunde aus lauter Elementen, die für sich genommen mit der Anmutung eines Wolkenhimmels überhaupt nichts zu tun haben. Sein Bild verwandelt die realistischen Farbmotive des Puzzles, in abstrahierende Zeichen, so wie auch eine naturalistische Zeichnung in ihrem Bemühen um Nachahmung abstrakte Mittel einsetzten muss – Striche, Linien, Schraffuren -, um ein Abbild der Natur hervorzubringen. Aber in einer Zeichnung werden die Elemente zu ihrer Verfertigung in der Regel nicht eigens thematisiert.
Anders bei Mayer. Das disparate der Einzelteile, das schon im Fugenschnitt ostentativ sichtbar wird, sowie die Kombination der Motivfragmente lassen auch beim fertigen Wolkenhimmel die Teilchenstruktur in der Wahrnehmung des Bildes deutlich bestehen. Dadurch wird der mit Teilchen gefüllte Luftraum des Wolkenmotivs selbst zum Thema.
Der These, dass Luft und Wolken – wie alle Materie – aus Elementarteilchen bestehen, werden deshalb nicht nur Physiker zustimmen, sondern eben auch diejenigen, die Puzzles lieben. Die Beziehung zwischen der Welt der Puzzles und der Welt der Physik ist dabei durchaus nicht soweit hergeholt, wie es scheinen mag. Natürlich sind die Dimensionen andere. So betrachten Teilchenphysiker Elemente subatomarer Größenordnung. Neben Protonen, Neutronen und Elektronen, also den seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannten Teilen des Atoms, hat man inzwischen eine ganze Reihe weiterer Teile gefunden mit Namen wie Quarks, Leptomen, Mionen, Pionen oder Kaonen. Die Erkenntnis, dass unsere Welt aus lauter kleinen Teilchen zusammengesetzt ist, macht sich Mayer auch für seine Puzzlespiele zunutze. Das Puzzle ermöglicht als visuelle Metapher die Darstellung eines Weltbildes, das sonst nur mathematisch beschrieben werden könnte. Natürlich sind Elementarteilchen von der Größe eines Bruchteils des Atoms nicht mehr sichtbar. Aber ist nicht jedes Weltbild ein Vorstellungsbild, seitdem die alten Griechen sich die Erde als Scheibe dachten? „ die Vorstellung „ so Mayer, „ dass alle Materie, so fest und undurchdringlich sie uns erscheinen mag, eigentlich ein loses Gitter ist, das permanent von kleinsten Teilchen durchdrungen wird und mit anderen Elementen in Verbindung steht, finde ich äußerst anregend.“ In seiner Puzzlecollage hat Mayer dieser Ansicht Anschaulichkeit verliehen.
So könnte man das Luftmeer, auf dessen Grund wir Menschen leben, als eine Sphäre von molekularen, atomaren und subatomaren Teilchen begreifen, ähnlich der See, deren Wasser der Vorstellung eines mit Materie gefüllten Raums sogar noch näher steht als der vergleichsweise feinstoffliche Äther.  
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#62; „P.Brueghel“; 2008; 50 x 115 cm (20" x 46"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#60; 2008; 50 x 115 cm (20" x 46"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#61; 2008; 50 x 115 cm (20" x 46"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium); Privatbesitz Nürnberg

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#34; 2005; 34 x 44 cm (14" x 18"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#49; 2006; 34 x 44 cm (14" x 18"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#50“; 2006; 34 x x44 cm (14" x 18"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#56; 2007; 34 x 44 cm (14" x 18"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#44; 2006; 34 x 44 cm (14" x 18"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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#55 „Schatzkammer“; 2007; 200 x 280 cm (79" x 111"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium); Bayern LB, Nürnberg

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#65 "1MB-P" ; 2009; 250 x 600 cm (98" x 235"); Puzzle auf Aluminium (Puzzle on aluminium)

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